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Leichtkrankenzug 116

Dieses Thema im Forum "Suche & Info's zu Personen" wurde erstellt von StefanReichhart, Feb. 20, 2021.

  1. StefanReichhart

    StefanReichhart Mitglied AbzeichenUser

    Kann jemand sagen, wo und wann der Leichtkrankenzug 116 abgefahren ist. Mit diesem Transport kam mein Großvater von der Westfront (aber von wo genau?) am 06.09.1918 im Res.-Laz. Oldenburg an.

    Gibt es Fahrpläne zu den Leichtkrankenzügen? Kann hier ein Experte helfen?
     
  2. KIR

    KIR Ehrenmitglied AbzeichenSponsor

    Hallo Stefan,

    zum Leichtkrankenzug 116 weiss ich leider nichts und kann Dir dazu keine Auskunft geben.
    Aber Dein Großvater müsste in den Verlustlisten zufinden sein (in den u. a. auch Verwundete verzeichnet sind):
    http://des.genealogy.net/eingabe-verlustlisten/search
    ... dann kann man evtl. den Truppenteil ermitteln und z. B. in einer Regimentsgeschichte recherchieren.
    Gruß Jens

    p.s.: kleiner Tipp: über eine nette Grußform (Netiquette) im Form wären Dir alle hier sehr dankbar! ;)
     
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  3. StefanReichhart

    StefanReichhart Mitglied AbzeichenUser

    Vielen lieben Dank Jens,

    ich habe Deinen Vorschlag direkt begeistert aufgegriffen, aber leider ist er dort nicht zu finden. Nichtsdestotrotz bin ich mit den bisher erhaltenen Hinweisen schon ein riesiges Stück vorwärts gekommen.

    Bzgl. der fehlenden Grußform in meiner Anfrage, entschuldige ich mich ausdrücklich. Ich habe überhaupt keine (0,0) bisherige Erfahrung mit Foren. Das ist hier sozusagen meine Premiere und die nüchternen Formulierungen bzw. die fehlende persönliche Ansprache sind nur meiner Unkenntnis geschuldet. Ich wollte weder arrogant oder unhöflich sein. Im Gegenteil: ich bin äußerst dankbar, dass sich hier überhaupt jemand die Zeit nimmt und mir mit seiner Expertise weiterhilft.

    In ganz ehrlich gemeinter Dankbarkeit an Euch alle!
    Stefan Reichhart
     
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  4. KIR

    KIR Ehrenmitglied AbzeichenSponsor

    Hallo Stefan,

    alles ok - Schwamm drüber! ;) Aber Dein Großvater müsste eigentlich schon in den Verlustlisten verzeichnet sein. Probiere auch mal Namensvarianten aus, oft gab es mal Übertragungsfehler beim Namen oder Orten!

    Generell, in welcher Stadt/Region lebte Dein Großvater um 1914/18? Und welcher Geburtsjahrgang war er?
    (z. B. für Bayern und Württemberg sind die (Kriegs-)Stammrollen (fast) noch vollständig erhalten.)
    Oder gibt es noch Fotografien, Feldpost oder sonstige Dokumente von Ihm? War er z. B. evtl. Lehrer? .. etc. ..
    Je mehr Infos Du uns dazu mitteilst, desto größer die Chancen auf brauchbare Hilfe & Tipps!
    Gruß Jens
     
    Zuletzt bearbeitet: Feb. 22, 2021
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  5. Deichkind

    Deichkind Supermoderator / Ehrenmitglied AbzeichenMod

    Hallo,
    interessant wäre auch der Geburtstag. Mit Glück gibt es noch die Krankenbuch-Unterlagen.
    Gruß,
    Deichkind
     
  6. StefanReichhart

    StefanReichhart Mitglied AbzeichenUser

    Hallo Jens,

    mein Großvater hatte einen kurzen Nachnamen, der kaum eine falsche Schreibweise zulässt: "Laufen". Sein Vorname war "Paul" (vollständig: Paul Joseph). Geboren wurde er 26.03.1895 (gestorben am 17.06.1977) in "Elchenrath" (gehört heute zu "Würselen", Städteregion Aachen). Von Beruf war er Schriftsetzer. Feldpost-Unterlagen gibt es keine mehr von ihm und auch keine Fotos in Uniform.

    Mein Großvater hatte seit einem Unfall im Kindesalter ein steifes, rechtes Ellbogengelenk, vermutlich der Grund, warum er bei der Armierung eingesetzt wurde. Von meiner Mutter weiss ich sicher, dass er eine zeitlang im Kriegsgefangenenlager Quedlinburg (Deutschland) diente. Er war äußerst katholisch und pazifistisch. Es wird erzählt, dass er in dieser Zeit nur einmal ein Gewehr zur Hand nehmen musste: Er meldete sich freiwillig als jemand gesucht wurde, um die „Rosen“ zu bewachen. Er hatte sich verhört, denn es waren Russen, die bewacht werden sollten. Meine Tante meinte, sich daran zu erinnern, dass er auch in der Nähe von Verdun (Frankreich) bei der Armierung war. Diese "Erinnerung" ist aber mit etwas Vorsicht zu bewerten.

    Ich habe nochmals unter "Laufen", "Lanfen", "Lauven" gesucht, dann über das Geburtsdatum "26.3." und "26.03.", schließlich über "Elchenrath" und "Würselen". Leider nichts.

    Aber: bin dennoch super froh über den Hinweis, denn ich habe (überraschend) einen Eintrag zu "Ägedius Laufen" aus Esel (Ortsteil von Würselen) gefunden (http://des.genealogy.net/search/show/7926264). Der Großvater meines Großvaters kam aus Esel und hieß "Egidius" (geboren 27.10.1822). Vielleicht war der gefallene "Ägedius" der älteste Sohn (und somit Onkel von meinem Großvater). Falls er der Onkel war, müsste er ca. 1855 geboren worden sein. Dann wäre er 1918 aber schon 63 Jahre alt gewesen. Kann aber auch ein Cousin gewesen sein, dann wäre er entsprechend jünger. Ich werde mal versuchen über Kirchlicher mehr zu erfahren. Kann mir jemand verraten, wie der Eintrag in der Verlustliste zu lesen ist: ist 26.1. ein Hinweis auf sein Geburtstag- oder Sterbedatum? Habe zur schnelleren Orientierung ein Screenshot von der Fundstelle beigefügt.

    Liebe Grüße
    Stefan
     

    Anhänge:

  7. KIR

    KIR Ehrenmitglied AbzeichenSponsor

    Hallo Stefan,
    vielen Dank für die Infos - schade das Dein Großvater nicht in den Verlustlisten zu finden ist.
    Ein preußisches Armierungs-Batallion macht die Sachlage leider auch nicht einfacher,
    da es dazu kaum noch Unterlagen gab/gibt. (ich persönlich wüsste jetzt leider nichts dazu)

    Hast Du auch mal im erweitereten Familienumfeld gefragt, ob die evtl. noch Karten/etc. haben?
    Die Geschichte mit den "Rosen..." und den "Russen bewachen" ist gut! :D

    ... Ausnahmen gab es immer mal wieder, aber tendenziell dürfte mit 63 eher unwahrscheinlich sein.
    http://www.deutsche-kriegsgeschichte.de/wehrpfl.html

    ... das sollten Angaben zum Geburts-Tag & -Monat sein (Jahr wurde aus Geheimhaltungsgründen nicht veröffentlicht).
    Meldung von Einträgen in den Verlustlisten dauerten teilweise unterschiedlich lange. Manchmal einige Tage, meisten aber einige Wochen.

    Sehe auch gerade das Du schon beim Bundesarchiv nachgefragt hast (4. Kompanie des Armierungs-Bataillon 81):
    https://www.feldgrau-forum.com/threads/armierungungs-bataillon-81-4-kompanie.41854/
    Vielleicht ergibt sich in dem Beitrag noch etwas!?
    Viele Erfolg und Gruß Jens
     
    Zuletzt bearbeitet: Feb. 22, 2021
  8. Deichkind

    Deichkind Supermoderator / Ehrenmitglied AbzeichenMod

    Zuletzt bearbeitet: Feb. 22, 2021
  9. Ruhrpottpreuße

    Ruhrpottpreuße Supermoderator / Ehrenmitglied Mitarbeiter AbzeichenSumoSpo

    Hallo in die Runde!
    Was ist denn, wenn Paul gar nicht verwundet war, sondern nach seiner Zeit als Schipper Sanitätssoldat war und deshalb mit dem Zug nach Hause kam?
    Ich kann mir auch schwer vorstellen, wie jemand mit einem steifen Ellenbogengelenk Armierer wurde. Das waren ja schließlich Leute, die zwar nicht oft schossen, aber anpacken mußten. Als Schriftsetzer (hat er den Beruf schon bei seiner Einberufung ausgeübt?), hätte ich ihn eher in der Etappe bei Feldzeitungen o.ä. verordnet.
    Stimmt die Nummer? Ich habe etliche Gliederungen der Armee-Etappen, aber ein Lazarettzug mit der Nummer habe ich nicht gefunden. Ich glaube, eine 112 war dabei, sonst alles zweistellige Nummern.
     
    Zuletzt bearbeitet: Feb. 23, 2021
  10. fuchsi

    fuchsi Sponsor AbzeichenSponsor

    Guten Morgen Andreas,
    mit den "Armierern" ist es wie bei anderen Waffengattungen. Ein Artillerist schießt nicht nur Granaten, sondern fährt auch Auto, Fahrrad oder isst irgendwas aus der Feldküche. Da gab es nicht nur "Schipper".
    Sondern auch andere nützliche oder unbrauchbare Einrichtungen.

    Eine Vorstellung davon hat mir das Buch:
    Deutsche Frontbauarbeit im Kriege
    Ihre Organisation im Großen wie im Kleinen
    vermittelt.
    Zugängig in der Staatsbibo in Berlin. Leider habe ich mir den Link nicht kopiert.

    Grüße
     
    Zuletzt bearbeitet: Feb. 23, 2021
  11. Schratzmännle

    Schratzmännle Bekanntes Mitglied AbzeichenUser

    https://d-nb.info/362317755/04
     
  12. Ruhrpottpreuße

    Ruhrpottpreuße Supermoderator / Ehrenmitglied Mitarbeiter AbzeichenSumoSpo

    Hallo!
    Ja, aber alles Arbeiten, die mit einem steifen Gelenk schwer zu verrichten sind. Fahr mal mit 2,5 Promille einarmig Fahrrad und auf dem Weg ist ein Brombeerstrauch. Ich war mal... aber lassen wir das... :D
     
  13. StefanReichhart

    StefanReichhart Mitglied AbzeichenUser

    Vielen Dank Euch allen:
    Landstürmer, Ruhrpottpreuße, Deichkind, Fuchsi, KIR,

    mit Eurer gigantischen Hilfe habe ich jetzt ein viel klareres Bild bekommen (auch wenn noch letzte Fragen bleiben).
    Ich habe mir gedacht, ich fasse alle Erkenntnisse nochmal zusammen:

    Mein Großvater Paul Laufen wurde am 26.03.1895 in "Elchenrath" (gehört heute zu "Würselen", Städteregion Aachen) geboren; d.h. er war 19 bei Kriegsbeginn. Er hatte seit einem Unfall im Kindesalter ein steifes, rechtes Ellbogengelenk, musste daher eine Bäckerlehre abbrechen, denn er konnte beim Kneten des Teigs zu wenig Kraft mit dem Arm ausüben. Stattdessen hat er eine Ausbildung zum Schriftsetzer gemacht, am Setzkasten konnte man mit angewinkeltem Arm wunderbar arbeiten.

    Sein steifes, rechtes Ellbogengelenk, vermutlich der Grund, warum er bei der Armierung und nicht gleich an der Front eingesetzt wurde. Von meiner Mutter weiß ich sicher, dass er eine Zeitlang im Kriegsgefangenenlager Quedlinburg (zwischen Hannover und Leipzig, http://lecamp.camp-de-quedlinburg.fr/contexte.html) diente. Er war äußerst katholisch und pazifistisch. Es wird erzählt, dass er in dieser Zeit nur einmal ein Gewehr zur Hand nehmen musste: Er meldete sich freiwillig als jemand gesucht wurde, um die „Rosen“ zu bewachen. Er hatte sich verhört, denn es waren Russen, die bewacht werden sollten.

    Das Kriegsgefangenenlager wurde 1914/1915 errichtet und wahrscheinlich war er auch in dieser Zeit dort. Ich könnte mir vorstellen, dass die Deutsche Armierung vor allen die planerische Leitung beim Errichten des Lagers übernahm, die Muskelarbeit und spätere Instandhaltung aber größtenteils Kriegsgefangenen überlassen wurde.

    Aus Berichten meiner Mutter weiß ich weiterhin, dass er sich dort bewusst dumm anstellte. Er ließ ein rotes Taschentuch aus der Hosentasche hängen (um trottelig auszusehen) und knöpfte seinen Waffenrock falsch zu. Auf der anderen Seite konnte er es sich aber auch nicht nehmen lassen, eine ledergebundene Umhängemappe bei sich zu tragen, die normalerweise nur Offiziere besaßen (er war auch ein bisschen ein „Wichtigtuer“).

    Er wollte wohl erreichen, als untauglich nach Hause geschickt zu werden. Sein entnervter direkter Vorgesetzter wollte das wohl auch schon, aber der Offizier darüber hat dem dann einen Strich durch die Rechnung gemacht. Vielleicht ist seine durchschaute Taktik auch der Grund, warum man ihn trotz des Ellbogengelenks nach Frankreich geschickt hat, als Retourkutsche sozusagen.

    Über eine Anfrage beim Bundesarchiv habe ich erfahren, dass er in zwei Krankenbüchern erfasst wurde:

    Erster Krankenbuch-Eintrag (via Bundesarchiv):
    Res.-Feldlaz. 99 Bois de Glandon mit Laufzeit 07.07.1918 - 10.08.1918
    Truppenteil: 4. Komp. Armierungs-Bataillon 81
    Zugang: 27.07.1918 von: Truppe
    Diagnose: Ruhr
    Abgang: 08.08.1918 nach: Kranken-Sammelstelle Beuvraignes

    Beide Orte hat das Bundesarchiv falsch gelesen, aber durch die unglaublich tolle Hilfe der Webseite Feldlazarette bzw. von Lars Michelsen (https://feldlazarette-1914-1918.jimdofree.com) ließen sich die Orte doch finden (Bois de Glaudon = Bois de Glandon mit "n" anstatt "u" und Beuoraignes = Beuvraignes mit "v" anstatt "o").

    Auch liegen die beiden Orte nicht weit voneinander entfernt, etwas süd-östlich von Roye. Aber richtig fantastisch war auch der Hinweis über „Feldlazarette“ bzgl. der 100-Tage-Offensive, die damals in diesem Gebiet begann. Ich hatte vorher keine Ahnung, wie nah an der Front mein Großvater damals tatsächlich war. Aus einem Hinweis im Forum „Milex“ habe ich von der Kaiserschlacht (bzw. Unternehmen Michael) erfahren, die ja erst meinen Großvater in das französische Gebiet (süd-östlich von Roye), in den sich das Lazarett befunden hat, gebracht hat. Eine für mich spannende Erkenntnis war das Datum 08.08.1918, das als sein Abgang-Datum aus dem Lazarett eingetragen war (zunächst zur Sammelstelle). Denn wie ich in der Zwischenzeit erfahren hatte begann ja am gleichen Tag die 100-Tage-Offensive und am Ende des Tages hatten die Alliierten 17.000 Gefangene gemacht, 30.000 deutsche Soldaten waren gefallen und 330 Geschütze wurden erbeutet. Als „schwarzen Tag des deutschen Heeres“ ging der 08.08.1918 in die Geschichte ein, so bezeichnet vom Chef der Obersten Heeresleitung Erich Ludendorff.

    Meine Tante meinte, sich daran zu erinnern, dass er auch in der Nähe von Verdun (Frankreich) bei der Armierung war. Meine Mutter wusste davon aber nichts und somit war diese „Erinnerung“ mit Vorsicht zu genießen. Umso toller jetzt die Erkenntnis aus den Feldpostkarten, die User „Landstürmer“ ins Spiel gebracht hat. Demnach war die 4. Kompanie der Armierungsbataillon Nr. 81 im August 1915 bei Essey-et-Maizerais und Pennes (liegen nebeneinander zwischen Metz und Verdun) und in Verdun ging es Ende Februar 1916 richtig los. Selbst, falls sein Armierungsbataillon nicht unmittelbar in Verdun eingesetzt wurde, so ist doch die Aussage meiner Tante „in der Nähe von Verdun“ nicht so falsch. Nochmals ein echtes Erfolgserlebnis bei meinen Recherchen. Übrigens: es gibt noch eine kleine Anekdote (zum Thema „Wichtigtuer“) aus seiner Dienstzeit (und ich denke das bezieht sich nicht auf Quedlinburg, sondern auf den nun recherchierten Einsatz in Frankreich): mein Großvater ließ sich sein Zeitungsabo zum Feldplatz liefern. Selbst Offiziere liehen sich dann seine Zeitungen.

    Naja, wenn wir jetzt 2,5 Jahre „vorspulen“, kommen wir zum zweiten Krankenbuch-Eintrag, denn das Bundesarchiv mitgeteilt hat:

    Zweiter Krankenbuch-Eintrag (via Bundesarchiv):
    Im Krankenbuch des Res.-Laz. Oldenburg mit Laufzeit 08.05.1918 - 09.01.1919
    Zugang: 06.09.1918 von: Leicht-Kranken-Zug 116
    Ohne Diagnose.
    Abgang: 23.09.1918 nach Heimat bzw. „arbeits-verwendungsfähig Heimat“

    Am 08.08. hatte er noch Ruhr, das sollte aber doch nach zwei Wochen durchgestanden sein.
    Dennoch ging es für ihn Anfang September mit dem Leicht-Kranken-Zug 116 (er war kein Sanitätssoldat, Nummer des LKZ stammt vom Bundesarchiv) ins Reserve-Lazarett Oldenburg und von dort keine drei Wochen später nach Hause. Warum wurde er nicht wieder in den aktiven Dienst eingegliedert? Die Kriegshandlungen liefen ja bis November und es waren noch schwere Abwehrkämpfe zu leisten. Man muss wohl davon ausgehen, dass er erneut erkrankt ist, davon ist aber in der Familie nichts bekannt und er kam auch ohne Schussverletzungen nach Hause.

    Alles in allem, bin ich super zufrieden, mit den bisherigen Recherche-Ergebnissen und möchte Euch allen nochmals herzlichst Danken!

    Lieben Gruß
    Stefan
     
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  14. Lars13

    Lars13 Bekanntes Mitglied AbzeichenUser

  15. StefanReichhart

    StefanReichhart Mitglied AbzeichenUser

    Vielen Dank Lars, super interessantes Buch, habe ich mir direkt als PDF runtergeladen und lese mich gerade ein bisschen ein. :) Merci!
     
  16. Ruhrpottpreuße

    Ruhrpottpreuße Supermoderator / Ehrenmitglied Mitarbeiter AbzeichenSumoSpo

    Ja, das Buch ist nicht schlecht. Es zeigt auch verschiedene Stellungen. Ist aber nicht das Kamasutra!
     
  17. StefanReichhart

    StefanReichhart Mitglied AbzeichenUser

    :D ;)
     
  18. Lars13

    Lars13 Bekanntes Mitglied AbzeichenUser

    Hallo Stefan,

    Sehr schön das du so viel über die Werdegang deines Großvaters gefunden hast. :)

    Es würde mich nicht überraschen, wenn er in den Landsturm wäre als er im Kriegsgefangenenlager war, und später zu den Armierungs-Truppen versetzt wurde. Es waren typisch Landsturm-Bataillone die die Bewachung für die Kriegsgefangenen gestellt haben, und dass Armierungs-Truppen in die Bau von Gefangenlager involviert waren halte ich eher für unwarscheinlich.

    Laut Hermann Cron: "Geschichte des deutschen Heeres im Weltkriege 1914- 1918", Seite 259:
    "P. Die Armierungstruppen
    Die Überführung der Festungen aus dem Friedens- in den Kriegszustand erforderte zahlreiche Erd- und sonstige Arbeiten, für deren Ausführung planmäßig Formationen aus gedienten und ungedienten Landsturmpflichtigen zusammengestellt wurden. Da der Krieg sich aber bald fast ausschließlich auf feindlichem Gebiet abspielte und zum Stellungskampf wurde, so mußten die Armierungstruppen auch im Kriegsgebiet außerhalb der Heimat verwendet werden. Dabei fanden sie häufig sogar bei Arbeiten in der sogenannten zweiten Linie der vordersten Kampfstellung Verwendung und erlitten nicht selten auch Verluste. Ihrer steigenden Bedeutung trug das Kriegsministerium im Frühjahr 1915 dadurch Rechnung, daß sie ihnen ein einheitliche militärische Zusammenfassung in Armierungs- Bataillone zuteil werden ließ (Kr. Min. v. 13.2.1915, Nr. 1927.15.A.1. und v. 10.4.1915, Nr. 5870.). Solcher Bataillone entstanden 217. Sie zahlten zu den Armeetruppen und wurden von Fall zu Fall der Etappe und der Front bis zu den Regimentern der vordersten Linie zur Verfügung gestellt.
    Eine gewisse Hebung des im Volksmunde als “Schipper” bezeichneten Armierungssoldaten trat ein, als die Armierungstruppe im Herbst 1915 an Stelle der im Kriegsgebiet als minderwertig empfundenen Friedensuniform feldgraue Waffenrocke, Hosen und Mützen erhielt (A. B. Bl. 1915, Nr. 835; Kr. Min. v. 31.10.1915, Nr. 1981.10.15.B.3.)."​

    Zugehörigkeit zur Landsturm und Armierungs-Truppen wäre also wie erwartet.

    Weisst du die Datum seines Diensteintritts?

    Gruß,

    Lars
     
  19. Deichkind

    Deichkind Supermoderator / Ehrenmitglied AbzeichenMod

    Hi,
    wir haben ja mit Landstürmer einen Experten im Forum zum Thema Lansturm in und um Aachen. Wenn jemand etwas über den Einsatz solcher Verbände in Quedlinburg weiß, dann er.
    Gruß,
    D.
     
  20. Landstürmer

    Landstürmer Sponsor AbzeichenSponsor

    Hallo Deichkind,
    da muss ich leider passen. In meinen Unterlagen gibt es keinen Hinweis auf Quedlinburg. Es gab ein Armierungs-Ersatz-Bataillon Köln VIII.46. Das wurde aber erst 1916 aufgestellt. Bekannt ist mir nur, dass es den Ersatz für die Armierungsbataillone 84,136,182 stellte.

    Gruß
    Landstürmer
     
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